LTE

Als aussichtsreichste Technologie für den Mobilfunk der vierten Generation (4G) gilt die Technologie "Long Term Evolution", kurz LTE. Der 4G-Standard wird auch als Evolved UTRAN (E-UTRAN) oder High Speed OFDM Packet Access (HSOPA) bezeichnet. Der UMTS-Nachfolger verspricht deutlich gesteigerte Datenraten: 300 Megabit pro Sekunde sollen im Download möglich sein, im Upload ist von 75 Megabit pro Sekunde die Rede. Zum Vergleich: Derzeit können per UMTS-Erweiterung HSPA+ maximal 28 Megabit pro Sekunde im Download erreicht werden. Diese Leistungssteigerung verdankt der 4G-Standard LTE den so genannten Orthogonal-Frequency-Division-Multiplexing-Techniken (OFDM) sowie der Multiple-Input-Multiple-Output-Antennentechnologie (MIMO). Ein weiterer Vorteil von LTE ist neben der hohen Performance die relative Kompatibilität mit den UMTS-Funknetzen: Die Umstellung der 3G-Netze auf den Mobilfunkstandard der nächsten Generation ist laut Entwickler schnell und mit einem überschaubaren Kostenaufwand möglich. Das heißt, es müssen keine komplett neuen Mobilfunknetze aufgebaut werden. Inzwischen testen verschiedene Netzbetreiber LTE-Systeme. Wie schon bei dem 3G-Standard UMTS wird erwartet, dass der japanische Anbieter NTT DoCoMo das erste kommerzielle LTE-Netz weltweit in Betrieb nehmen wird. Erste LTE-Handys werden voraussichtlich im Jahr 2010 auf den Markt kommen.