UMB

Der dritte Mitbewerber um den Mobilfunkstandard der vierten Generation (4G) neben LTE und WiMAX heißt Ultra Mobile Broadband, kurz UMB. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des 3G-Standards CDMA2000, der insbesondere in Amerika sowie in Teilen Afrikas und Asiens genutzt wird. UMB wird maßgeblich gefördert von der Kooperation 3GPP2 (3rd Generation Partnership Project 2) und soll Datenraten von bis zu 280 Megabit pro Sekunde im Downlink bieten. Uploads sollen mit bis zu 75 Megabit pro Sekunde möglich sein. Wie der Konkurrenzstandard Long Term Evolution überzeugt UMB neben der hohen Performance durch geringe Latenzzeiten und unterstützt anspruchsvolle Services wie hochwertige Sprachkommunikation und Echtzeitübertragung von High Definition TV (HDTV). Im Rahmen der UMB-Technologie wird das OFDMA-Verfahren verwendet mit dem Ergebnis, dass verschiedene Schwächen des CDMA2000-Systems beseitigt wurden. Das Zugangsverfahren Orthogonal Frequency Division Multiplexing Access, kurz OFDMA, unterstützt verschiedene Funkzellengrößen wie Makro-, Mikro- und Picozellen und benutzt die Architektur von IP-Netzen. Außerdem verfügt es über skalierbare Bandbreiten zwischen 1,25 und 20 Megahertz. Großen Wert legten die Entwickler des neuen Mobilfunkstandards UMB auf die Kompatibilität mit vorhandenen Technologien. Somit kann UMB auch mit den 3G-Systemen CDMA2000 und EVDO (Evolution Data Optimized) betrieben werden.